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D2: Testspiel gegen den Frohnauer SC
D2: Testspiel gegen den Frohnauer SC
Heute waren wir bei unseren Freunden vom Frohnauer SC auf dem Poloplatz zu Gast. Die Trainer einigten sich auf ein Match ohne Schiedsrichter; was bei diesen beiden fairen Teams hervorragend klappte. Tatsächlich sahen wir das erste (und einzige!) Foul in der dritten Minute des zweiten Abschnitts und auch hier war es eher ein unglücklicher Zusammenprall. Ein Lob an die Teams für ihre Fairness!
Aber nun zum Spielverlauf:
Wir sahen im ersten Abschnitt ein verteiltes Match zweier spielstarker Mannschaften. Der Nordberliner Abwehrverbund stand sehr sicher und insbesondere unser Neuzugang von den „Füchsen“ bestach durch ein gutes Auge für die Situation und starkes Zweikampfverhalten. Aber auch das Mittelfeld machte die Räume eng, so dass der FSC nur selten seine gefürchteten Schnellangriffe vortragen konnte. Umgekehrt sahen wir einige über die Außenpositionen gut vorgetragene Angriffe unserer Jungs. Zwar wurde noch etwas selten der Abschluss gesucht, aber das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Mittelfeld funktionierte sehr gut. Unserem gewohnt fleißigen „Mittelfeldmotor“ gelang es, das Spiel zu ordnen und die Außenspieler übergaben ihre Gegenspieler souverän. So dauerte es bis zur 7. Minute, ehe der FSC sich seine erste Großchance heraus kombinieren konnte. Umgekehrt konnten die Hausherren sich bei ihrem herausragenden Torwarttalent Luis bedanken, dass sie nicht schon in der 14. Minute in Rückstand gerieten. Einen aus ca. 12 Metern wunderbar in den Dreiangel geschlenzten Ball des Nordberliner Stürmers fing er mit einer famosen Flugeinlage sicher. Ich behaupte, dass können keine drei Torhüter in Berlin so. Klasse! Aber in der 18. Minute war auch dieser Ausnahmekönner machtlos, als sich der Nordberliner Sturmtank, der sich ein ums andere Mal gut in Szene zu setzen wusste, durchsetzte und nach einer Körpertäuschung den Ball ins äußerste rechte Eck setzte. Das wollten die Jungs vom Poloplatz nicht auf sich sitzen lassen und kombinierten sich zwei Minuten später stark durch und konnten im Nachschuss den Ausgleich erzielen. In der 26. Minute setzten die Hausherren noch einen drauf, als sie wiederum im Nachschuss noch vor der Pause die 2:1 Führung erzielten. Eine weitere Chance konnte der gute Nordberliner Torwart entschärfen und so ging man mit einem knappen Rückstand nach verteiltem Spiel in die Kabine. Für uns unerklärlich ließen hier schon viele der Jungs von der Hatze den Kopf hängen – unerklärlich deshalb, weil es bis zu diesem Zeitpunkt ein Spiel auf absoluter Augenhöhe war.
Der zweite Abschnitt begann mit einem abgefälschten Schuss unseres „Mittelfeldmotors“, der leider nur die Latte traf. Anstelle des Ausgleichs aber, vertändelte die Abwehr in der 5. Minute den Ball leichtfertig und der anschließende Flachschuss fand sein Ziel, so dass der FSC nun 3:1 führte. Nun kam es, wie es kommen musste. In der 10. Minute der zweiten Halbzeit setzte sich der Frohnauer Angreifer schön durch und schlug den Ball von der linken Grundlinie hinein in die Mitte. Zwar stand dort kein Verwerter der Jungs vom Poloplatz, aber der Ball traf den Nordberliner Verteidiger so unglücklich an der Hüfte, dass er von dort unhaltbar ins Eck trudelte. Die Gegenwehr unserer Jungs erlahmte ob des Spielstandes und nur gelegentlich sahen wir noch Versuche einer Resultatsverbesserung, die allesamt vom stark parierenden Luis vereitelt wurden. Andererseits reichte den Frohnauern ein einfacher Trick, um sich in eine gute Schussposition zu bringen und unhaltbar für unseren Torhüter zum 5:1 aus 10 Metern „einzunetzen“. Das 6:1 in der 20 Minute war sehr schön herausgespielt; der Stürmer lief bis zur Grundlinie herunter und spielte den heranrückenden Mitspieler im Rücken der Abwehr an, der mit beherztem Schuss traf. Beim 7:1 reichte wiederum eine einfache Körpertäuschung, um in eine gute Schussposition zu gelangen und den Endstand herzustellen.
Fazit: Trotz des deutlichen Ergebnisses,das sicherlich zu hoch ausfiel, sahen wir ein insbesondere im ersten Abschnitt starkes Nordberliner Team. Der Hauptunterschied zu unseren Frohnauer Freunden besteht darin, dass Sascha eine Mannschaft absolut gleichwertiger und fitter Spieler zur Verfügung hat. Glückwunsch! Ich gehe davon aus, dass die Frohnauer in dieser Form auch in der kommenden Saison zu den drei besten Teams ihrer Staffel gehören werden. Umgekehrt wurde im Nordberliner Team deutlich, dass nur ein Teil der Jungs über diese Fitness und geistige Wachheit verfügen. Einige Spieler müssen sich noch an den Hochgeschwindigkeitsfussball der Leistungsmannschaft und das damit verbundene körperliche Durchsetzungsversetzungsvermögen gewöhnen, andere wiederum haben noch Verbesserungspotential im physischen Bereich. Nichtsdestotrotz macht insbesondere der erste Abschnitt Mut und das angestrebte Saisonziel, unter die ersten drei der Staffel zu kommen, liegt im Bereich des Möglichen. Allerdings liegt noch eine Menge Arbeit vor den Spielern und Trainern.
Es spielten: Tim, Sandro, Emre, Julian und Julian, Lukas, Claudio, Felix, Jakob, Raphael, Norick, Mason, Pauli
(FK)