Spieinformationen
BSV Eintracht Mahlsdorf 4 (1) : (0) 0 Nordberliner SC 1.Herren

Bittere Niederlage nach großem Kampf!

Nach dem erfolgreichen Pokalwochenende heißt es nicht nur für mich, dass der Ernst des Lebens wieder beginnt, auch die Berlinliga öffnete wieder ihre Tore und präsentierte am andere Ende der Stadt das Spiel der Eintracht aus Mahlsdorf gegen die Reinickendorfer des Nordberliner SCs. Bevor jedoch näher auf das Spiel eingegangen wird, bedanke ich mich bei der lebenden Legende Niko Wisniewski für die tadellose Vertretung der letzten zwei Wochen. Doch nun zum eigentlichen Spiel. Die Vorzeichen schienen klar. Mahlsdorf ein immer heißer Kandidat für einen Aufstiegsplatz traf auf einen Nordberliner SCs, der trotz des Pokalerfolges nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen dürfte nach der letzten 0:4 Klatsche gegen Hellas Nord-West.

So versuchte Mahlsdorf gleich von Beginn an Druck auf das Nordberliner Tor auszuüben. Die Spielkonstellation schien klar. Mahlsdorf versuchte mit viel Ballbesitz und „dem tödlichen Pass“ die Nordberliner niederzuringen, diese wiederum agierten mit schnellen, überfallartigen Gegenstößen die gegnerische Mannschaft zu überraschen. Dass dieses Konzept noch auf dem Prüfstand war, zeigte sich bereits kurz nach Anpfiff, als Schlussmann Paul in letzter Sekunde rettete. Nach diesem „Hallo-Wach“-Effekt agierten die Gäste konzentrierter. So lag die erste große Möglichkeit auch auf Seiten der Gastmannschaft. Nach einem langen Ball von Rechtsverteidiger Zimmet, stahl sich Stahlberg davon, zog jedoch frühzeitig mit seinem schwächeren Fuß ab, sodass der Ball neben dem Tor landete und diese gute Chance verpuffte. Nordberliner kam daraufhin immer besser ins Spiel, fing sich bei einer Unkonzentriertheit der Defensive jedoch fast einen Gegentreffer, als der Ball nicht entscheidend geklärt werden konnte. Der Stürmer setzte den Ball aber neben das Tor. Darauffolgend konnte sich Paul nochmals auszeichnen, als ein guter Angriff über die linke Seite vollzogen wurde, die anschließende Ablage in den Rückraum mit Abschluss jedoch pariert wurde. Trotz fehlender Torchancen wusste der Nordberliner mehr und mehr in dieser Partie zu überzeugen. Umso erstaunlicher erschien in dieser Situation der Führungstreffer der Hausherren. So fasste sich der Stürmer ein Herz, setzte sich gegen die Nordberliner Defensive durch und netzte kaltschnäuzig unten rechts ein. Von diesem Treffer erholten sich die Gäste nicht allzu schnell, doch hielten sich schadlos. Weder Mahlsdorf noch dem Nordberliner gelangen weitere nennenswerte Aktionen bis zur Halbzeit, sodass der zweite Abschnitt mit dem weiter bestehendem 1:0 für die Gastgeber startete – und wie.

Ein erneuter Angriff von Stahlberg nach schnellem Umschaltspiel brachte die nächste Chance für die Gäste. In bester Tom Zeih Manier, dem sogenannten Kleber am Fuß, setzte sich Stahlberg gegen die gegnerische Verteidigung durch. Über Umwege kam der Ball dann zum Jungspund Rogoli, der nicht lange zögerte und Abschluss, den Ball jedoch ans Außennetz knallte, sodass die knappe Führung weiterhin Bestand hatte. Mit zunehmender Spieldauer mussten die Heiligenseer natürlich offener Spielen, was den Hausherren mehr Chancen und Räume ermöglichte, so konnte sich Paul das ein oder andere Mal erneut auszeichnen, war beim 2:0 jedoch leider auch machtlos. Eine schöne Einzelaktion auf der linken Seite mit anschließendem Rückpass in den 16er nutzte dieses Mal der freistehende Spieler eiskalt und netzte zum 2:0 ein. Doch auch weiterhin standen die Nordberliner gut. Einzig Atdere musste in letzter Sekunde nochmals retten bevor die Eintracht den Deckel draufgemacht hätte. Dann kurz vor Ende der Partie die Szene der Partie. Fechner holt einen heranstürmenden Mahlsdorfspieler im eigenen Strafraum von den Beinen. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß und auf Anraten seines jungen Linienrichters auf glatt Rot, da es keine Aktion am Boden, sondern ein Schubsen gewesen sein soll, das zum Foul geführt haben soll. Dass sogar der gegnerische Spieler diesen Strafstoß in Frage stellte, schien wie so häufig nicht von Bedeutung. So ließ sich der angetretene Mahlsdorfspieler davon nicht beeindrucken und machte die Doppelbestrafung von Gegentreffer und Platzverweis perfekt. Das 4:0 war dann nur noch der fehlenden Motivation zuzuschreiben, bei dem Paul noch den ersten Ball gut hält, den Abpraller jedoch aus dem Tor holen musste.

Mit dieser in der Höhe unverdienten Niederlage musste der Nordberliner SC die lange Heimreise wieder antreten. Die verlorenen drei Punkte sind nicht das schlimme, die Art und Weise nagt an der Mannschaft. Diese Entscheidung wirft viele Fragezeichen auf, denn in den kommenden wichtigeren Spielen steht dem Verein nun ein weiterer wichtiger Spieler nicht zur Verfügung. Es hilft jedoch nichts nun die Köpfe in den Sand zu stecken. Am kommenden Wochenende steht eine schwere und wichtige Aufgabe vor der Tür. Aufsteiger Spandauer Kickers, die am Wochenende Sparta Lichtenberg mit 7:2 nach Hause schickten, sind zu Besuch am Elchdamm. Ein wichtiges Spiel gegen den Abstieg, indem drei Punkte Pflicht sind. So kann sich bereits am heutigen Dienstag, der 12.9.2017, gegen Union 06 Selbstvertrauen im Testspiel geholt werden. Der Ligaalltag erlebt ihren 6. Spieltag dann am 17.9.2017 um 12:30 Uhr am Elchdamm.

 

MfG

M4RyO

Paul-Atdere,Wisniewski(Kramer),Groß,Zimmet-Cakir,Fechner,Von der Aue(C),Elbe(Ghobani)-Stahlberg,Rogoli(Özdemir)

 

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Torwart 25 Sebastian Paul
Abwehr 21 Emre Atdere
Abwehr 7 Niko Wisniewski
Abwehr 3 Tim Groß
Abwehr 13 Sebastian Zimmet
Mittelfeld 11 Enes Cakir
Mittelfeld 10 Lukas Fechner
Mittelfeld 8 Frans von der Aue
Mittelfeld 17 Milan Elbe
Stürmer 9 Sascha Stahlberg
Mittelfeld 29 Giovanni Rogoli
Minute Raus Rein
62 Giovanni Rogoli Kaan Özdemir
76 Niko Wisniewski Paul Kramer
80 Milan Elbe Saeid Ghorbani
Bilder zum Spiel
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