Spieinformationen
Nordberliner SC 1.Herren 0 (0) : (0) 1 SD Croatia

Der Favorit wackelt, stolpert aber nicht!

 

Die traurige Zeit ohne Fußball ist endlich vorbei. Eine wochenlange, schweißtreibende und mehr oder minder erfolgreiche Vorbereitung ist für jeden Fußballer vorbei. Von nun an heißt es wieder Ligaalltag und ummünzen, was man beim Sandkörnerfressen generiert hat. Doch nicht nur die Mannschaft war fleißig in der Winterpause, auch das Trainerteam und der Stab dahinter waren nicht untätig, so konnte man einige bekannte und unbekannte Gesichter zum Trainingsstart begrüßen. Nachdem Elbe zusammen mit den bereits schon in der Hinrunde ausgeschiedenen Hoffmann und Schneider ihren Weg zum 1. FC Lübars gefunden haben, hing auch Adrian Wittur seine Fußballschuhe nach zu vielen Verletzungen vorerst vollends an den Nagel. Auch Jungtorhüter Fischer entschloss sich den Verein zu verlassen. Dem gegenüber stehen jedoch die Neuzugänge von TuS Makkabi Abay und Abo-Ayash, sowie den reaktivierten Sascha Schneider und den Heimkehrer Lukas Bianchini. Leider scheint die Grippewelle in Reinickendorf ganz besonders zu grassieren, sodass der Nordberliner ausgerechnet gegen den Aufstiegsaspiranten Croatia am ersten Rückrundenspieltag nur auf einen verkleinerten Kader zurückgreifen konnte, der ebenfalls an einigen Stellen angeschlagen war. Die Gäste hingegen traten mit nahe zu Bestbesetzung an. So schien es bereits im Vorfeld eine klare Angelegenheit zu werden, doch es kam anders…

 

Das Trainerteam des Nordberliner SCs schien die übrig gebliebene Mannschaft gut auf den Gegner eingeschworen zu haben. Dieser schien mit der abwartenden Haltung auf dem großen Elchdamm nicht zurecht zu kommen. Bei den zugelassenen Diagonalbällen war dann stets ein Gegenspieler am Mann, sodass das Croatiaspiel kaum zur Entfaltung kam. Es dauerte einige Zeit bis der Favorit sich die erste Chance erspielen konnte, doch der am heutigen Tag überragende Majowski hielt den Schuss aus spitzem Winkel gerade noch und parierte diesen zur Ecke. Im Großen und Ganzen hielt die Nordberliner Defensive die Croatia Offensive in Schach, nur bei Unkonzentriertheiten gelang es den Gästen Nadelstiche zu setzen. So führte ein Ballverlust nach einem eigenen Einwurf zur größten Chance des Favoriten, den Groß jedoch großartig mit dem Kopf vor der Linie rettete. Nordberliner fand daraufhin immer besser ins Spiel, bis ein am Spiel beteiligter Mensch eine Eingebung erhielt. Nach einem unfairen Zweikampf, den auch die gegnerische Seite als Foul an Cakir empfunden hat und einem Rückpass zum Croatia Torwart erhielt dieser für Ballwegschlagen die Gelb-Rote Karte. Jeder bis auf der Unparteiische war auf dem Platz ratlos. Doch es half nichts, da dieser die Entscheidung nicht zurücknehmen wollte. So musste der Nordberliner SC ab der 33. Minute in Unterzahl spielen – und er tat es gut, sehr gut sogar. Die erste Chance nach dieser Szene gehörte direkt dem Nordberliner SC. Nach einem Göhlerfreistoß aus der eigenen Hälfte gelangte der Ball zu Abo-Ayash, der denn Ball aber nicht am Torwart vorbei brachte. Die anschließende Ecke brachte nichts Weiteres ein. Den letzten Angriff vollführte dann doch der Aufstiegsaspirant. Der Topstürmer der Gäste setzte sich nach einem Flankenball und Gewurschtel gegen zwei Gegenspieler durch und brachte den Ball irgendwie noch Richtung Tor, setzte den Ball aber knapp neben den gegnerischen Pfosten. Mit diesem verdienten 0:0 ging es dann auch in die Kabinen.

 

Auch im zweiten Spielabschnitt war die zahlenmäßige Überlegenheit der Gäste nicht zu sehen. Hochmotiviert kamen die Hausherren aus den Katakomben und hatten nach einem kleinen Wirrwarr in der gegnerischen Hälfte die Chance durch Neuzugang Abay in Führung zu gehen, dessen Schuss landete aber neben dem Tor. Dass Croatia bei der kleinsten Unachtsamkeit gefährlicher werden konnte, bewiesen sie in den seltenen Situationen immer wieder aufs Neue. Nach einem Ballverlust im Angriffsspiel der Nordberliner kurz vor dem eigenen Strafraum zögerte der gegnerische Spieler nicht lange bei Ballgewinn und beförderte das Leder beim Abschluss knapp über den Querbalken. Zwar erhielt der Gast nun mit zunehmender Spieldauer etwas mehr Torchancen, von einer totalen Überlegenheit waren diese jedoch meilenweit entfernt. Selbst wenn es diesen gelang einen vernünftigen Angriff zu Stande zu bringen, war Majowski stets zur Stelle. So reagierte dieser zwei Mal glänzend als ein Angriff über die rechte Seite mit anschließendem Rückpass in den Rücken der Abwehr anrollte. Den anschließenden Schuss hielt Majowski genauso stark wie den Schuss aus kurzem Winkel nach einem Ballverlust. Untätig musste Majowski zuschauen als ein Schuss abgefälscht Richtung Nordberliner Tor trudelte, auf dem falschen Fuß erwischend windete er sich jedoch noch um den Pfosten herum zur Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Dem wollte auch der Favorit in Nichts nachstehen. Bei einem Konter vom Nordberliner SC setzte der eingewechselte Stahlberg seinen Gegenspieler so sehr unter Druck, dass diesem nichts anderes übrig blieb außer den Ball Richtung eigenes Tor knapp neben den Pfosten zu setzen. Das Spiel neigte sich langsam dem Ende zu, sodass der Nordberliner schon von einem Punktgewinn träumen konnte. In Mitten dieser Träumerei gelang es jedoch dem Nordberliner SC nicht die Konzentration zu halten, sodass ein Ball nicht entscheidend geklärt werden und vom Croatia Spieler per Pieke abgefälscht ins Nordberliner Herz befördern konnte. So setzte der Nordberliner nochmals alles auf eine Karte in den Schlusssekunden, doch auch die letzte Chance durch Groß landete knapp neben dem Tor. So endete diese Partie unverdienterweise mit 0:1 für die Gastgeber.

Zu den Unparteiischen wollte ich eigentlich auch noch ein paar weitere Worte verlieren, ist jedoch irgendwie doch nicht die Mühe wert. Groß hat nach Ablauf des Spiels noch die rote Karte erhalten, nachdem er sich kritisch mit dem Unparteiischen auseinandersetzen wollte, diesem das anscheinend nicht gefiel.

Nach diesen herben Faustschlägen geht es nun in der kommenden Woche nicht minderschwer weiter. So folgt das schwere Auswärtsspiel am Sonntag um 12:45Uhr in der Kreuznacher Str. 29, 14197 Berlin gegen Stern 1900. Sollte es der Mannschaft gelingen eine halbwegs gleichwertige Leistung zu erbringen ist der Punktgewinn im Bereich des Möglichen!

MfG

M4RyO
 

Majowski-Cakir,Wisniewski(C),Groß,Özdemir-Burow,Göhler-Klotsche(Stahlberg),Fechner,Abay-Abo-Ayash(Tös)

 

Besucht uns auch auf unserer Facebookseite:

https://de-de.facebook.com/nordberlinersc/

 

Torwart 1 Simon Majowski
Mittelfeld 16 Kaan Özdemir
Abwehr 7 Niko Wisniewski
Abwehr 3 Tim Groß
Mittelfeld 11 Enes Cakir
Mittelfeld 6 Benjamin Burrow
Mittelfeld 5 Jonas Göhler
Mittelfeld 20 Mathias Klotsche
Mittelfeld 10 Lukas Fechner
Mittelfeld 22 Onur-Kaan Abay
Stürmer 17 Adnan Abo-Ayash
Minute Raus Rein
65 Mathias Klotsche Sascha Stahlberg
88 Adnan Abo-Ayash Emre Tös
Bilder zum Spiel
Keine Bilder vom Spiel vorhanden

Elchdamm 171, 13503 Berlin