Spieinformationen
SFC Stern 1900 1 (1) : (0) 2 Nordberliner SC 1.Herren

Das Aufeinandertreffen des Steglitzer Fußball Clubs Stern 1900 und des Nordberliner SCs am 19. Spieltag der 11Teamsports Berlin-Liga böte so viele Möglichkeiten für eine Überschrift, doch keine würde den Emotionen gerecht werden, die an diesem Tage erlebt wurde, sodass die Überschrift doch recht bescheiden lautet:

Auch nur drei Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt!

Nachdem bereits mit der Internetseite von Stern, die Fußballwoche, die Morgenpost, Facebook, der Kicker, Sport1, NBC, BBC, Al-Jazeera, die Glamour, der Spiegel und Sport im Osten bereits ihr Spielkommentar abgegeben hat, fehlt nur noch eine einzige relevante öffentliche Quelle, die ihre Sicht der Dinge in Bezug auf dieses Spiel darstellen muss. Doch entgegen der gemeinhin herrschenden Meinung sehe ich diesen Sieg nicht als Überraschung an. Denn jeder ist seines Glückes Schmied. Schön spielen reicht nicht. Wenn du sie vorne nicht machst kriegst du sie hinten rein. Wenn der Gegner ein Tor mehr schießt als du, haste verloren. Der Nordberliner hat geerntet, was er gesät hat und schlussendlich zählen nur die drei Punkte, am Ende der Saison fragt sowieso keiner mehr danach. Doch nun zum Spiel:

Im Gegensatz zum SFC, der eine herbe Schlappe zum Rückrundenauftakt gegen den Aufsteiger Sparta Lichtenberg einstecken musste, konnte der Nordberliner SC trotz einer Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten SD Croatia mit breiter Brust in das Duell mit dem Favoriten gehen. In einer fast 60-minütiger Unterzahl bot man dem Gegner genügend Paroli, um mit etwas sehr viel Glück sogar als Gewinner vom Platz zu gehen. Es wurde nicht einmal etwas mit einem Punkt, doch die Moral fuhr wieder in die Köpfe der Nordberliner. Einziger Wehrmutstropfen war der Aderlass, den man für diese tolle Partie zahlen musste. So standen zum schweren Auswärtsspiel gegen die Steglitzer weder Cakir noch Groß oder Fechner zur Verfügung, dafür kehrten mit v.d. Aue der etatmäßige Kapitän, Bianchini und Zimmet drei wichtige Eckpfeiler ins Team zurück. Trotz dessen hielt auch diese Woche die Männergrippe die Mannschaft weiterhin in Aufruhr, sodass einige Spieler angeschlagen in die Partie mit den Sternern gingen, die jedoch ebenfalls eine spärlich besetzte Bank vorwiesen.

Beide Mannschaften tasteten sich zu Beginn der Partie vorsichtig ab. Das Highlight der ersten Spielminuten bot Burow, der nach einer Kopfballablage von Tös den Ball ca. 27,83m über das gegnerische Tor beförderte, sodass der gegnerische Torwart gefühlte 294m lief, um den Ball wieder ins Spiel zu bringen. In der Folge übernahm der Gastgeber die spielgestaltene Rolle. So waren die ersten Torannäherungen die Folge. Sowohl ein Schuss nach einem Befreiungsschlag, noch verschiedene 1vs1 Situationen oder Eckbälle zwangen den auch in diesem Spiel starken Majowski in die Knie. Mit dieser Ungerechtigkeit konnte Majowski jedoch nicht leben. So beförderte dieser einen Abschlag direkt zu einem Gegenspieler, der den Ball mit einem schnellen Pass auf die brachte. In bester Manier eines Kapitäns half von der Aue seinem Torhüter dann auch diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, zog den Kopf bei der anschließenden Flanke ein, sodass der gegnerische Stürmer ohne große Gegenwehr zur 1:0 Führung einschieben konnte. Ein Gegentor schien für Majowski dann Geschenk genug gewesen zu sein, in der Folge hielt er mit einer Unbekümmertheit dem Druck der 1vs1 Situation stand, war bei einem Kopfball nach einem Freistoß zur Stelle und konnte einen gefährlichen Schuss erst per Abpraller halten, um anschließend dem freistehenden Stürmer den Ball vom Fuß zu stibitzen.
Auch der Nordberliner sendete noch Lebenszeichen im ersten Spielabschnitt, welche den Start einer besseren Zukunft einläuten sollte. Göhlers Freistoß aus nahezu der eigenen Hälfte landete mustergültig auf Abo-Ayashs Kopf, der den Ball Richtung Winkel platzierte, vom gegnerischen Torwart mit einer Glanztat jedoch zur Ecke geklärt wurde. Diese brachte zwar nichts ein, dennoch zeigten sich positive Anzeichen für den zweiten Spielabschnitt.

 

Dieser bot von Anfang an ein interessantes Spiel, das eine Heimmannschaft mit mehr Ballbesitzanteile zeigte, jedoch ideenlos im Spielaufbau schien und einen Abstiegskandidaten, der mit Moral und Einsatz versuchte, die maximale Ausbeute zu generieren. So dauerte es nicht lange bis der alte Spielabstand wieder hergestellt wurde. Göhler, dessen Freistöße auf dem Sternplatz berühmt berüchtigt sind und Angst und Schrecken bei Fans und Spielern der Steglitzer verursachen, zirkelte erneut einen Freistoß perfekt in den Winkel des gegnerischen Tors, dieses Mal konnte der Torwart den Göhlertreffer mit einer Flugeinlage noch verhindern, den Ball aber nur nach vorne abprallen lassen. Bianchini wollte sich dabei bereits zum Jubelschrei umdrehen, bekam den Ball jedoch gegen den Fuß, sodass dieser im Sterner Tor landete und das Spiel vom Neuen losging. Auch in der Folge schien der Nordberliner SC den besseren Matchplan zu besitzen. So fing Abay einen Fehlpass des Torhüters 17m vor dem gegnerischen Tor ab, brachte aber nur einen Rückpass auf den Torwart zu Stande. Die Zeit neigte sich dem Ende zu und Stern schien aus ihrer Feldüberlegenheit nicht mehr viel machen zu können. Vereinzelnde Angriffe flogen über das Tor, wurden abgeblockt oder wie durch Wisniewski in letzter Sekunde gerettet. Doch als bereits alles auf ein Unentschieden hindeutete, kam dem Trainergespann ein Geistesblitz. Dies schien ein Spiel zu sein, in dem Helden geboren werden können. Es war Zeit für das behutsam aufgebaute Toptalent Paul Kramer. Dieser hinterließ trotz geringer Spielzeit einen bärenstarken Eindruck und klärte alles, was es in der Defensive zu klären gab, doch damit nicht genug, es folgte der letzte Angriff. Ein letzter Befreiungsschlag von Zimmet diagonalgespielt auf den ebenfalls eingewechselten Klotsche erkämpfte sich dieser, und spielte mit letzter Kraft einen hohen Ball in den gegnerischen Strafraum, perfekt getimte für den aus dem Nichts auftauchenden Kramer. Dieser fokussierte den Ball, guckte den Torwart aus und knallte, wie die Fußballwoche es beschrieb „aus 18 Metern Volley unter die Latte – Marke Tor des Monats“. Diese Aussage lassen wir einfach mal im Raum stehen. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr auf Seiten des Nordberliner SCs, eine Traube versammelte sich um den Torschützen, dessen Stern nach behutsamen Aufbauarbeiten nun hoffentlich anfängt zu scheinen, der Knoten geplatzt ist und das vorhandene Potential nun vollends ausgeschöpft werden kann. Mit diesem Tor setzte Kramer auch den Schlusspunkt der Partie, da der Unparteiische das Spiel danach abpfiff. Ein Spiel, das gut und gerne auch Unentschieden hätte enden können, endete mit einem Sieg für den Nordberliner SC, ein Sieg des Willens und des Einsatzes.

An solch einem Tag sollte die Freude im Vordergrund stehen, sodass ich meinen Eindruck, den ich in den ersten beiden Spielen erneut gewonnen habe, dass man nicht gerade behaupten kann, dass die Unparteiischen uns wohlgesonnen sind, für mich behalte und lieber die großartige Leistung der Mannschaft in den Vordergrund stelle. Mit Groß und Cakir kehren am nächsten Wochenende zwei weitere Spieler in den Kader zurück, die der Mannschaft weitere Qualität verleihen, wenn der BFC Preußen, einer von zwei Siegen in der Hinrunde, am Elchdamm am 4.3. um 12:30 Uhr gastiert. Es muss jedoch weiterhin konzentriert gearbeitet werden und dieser Sieg nur als ein Zwischenschritt zum Klassenerhalt gesehen wird.

 

MfG

M4RyO

Majowski-Zimmet,Wisniewski,v.d.Aue(C),Özdemir-Tös(Kramer),Burow,Göhler,Abay(Klotsche)-Bianchini- Abo-Ayash

 

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Torwart 1 Simon Majowski
Abwehr 13 Sebastian Zimmet
Abwehr 7 Niko Wisniewski
Mittelfeld 8 Frans von der Aue
Mittelfeld 16 Kaan Özdemir
Mittelfeld 23 Emre Tös
Mittelfeld 5 Jonas Göhler
Mittelfeld 6 Benjamin Burrow
Mittelfeld 22 Onur-Kaan Abay
Stürmer 18 Lukas Bianchini
Stürmer 17 Adnan Abo-Ayash
Minute Raus Rein
70 Onur-Kaan Abay Mathias Klotsche
83 Emre Tös Paul Kramer
Bilder zum Spiel
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